Verbraucherzentrale richtet Fakeshopfinder ein



Sie sprießen aus dem Boden wie Pilze: Fakeshops! Dabei kopieren die Cyberkriminellen ganze Shops von namhaften Herstellern und/oder Versandhäusern, bishin zur Domain, deren Endung jedoch meist abweicht. Statt .de findet sich dann dort ein .org oder .com. Beschreibungen und Grafiken werden dabei 1:1 übernommen. In den meisten Fällen werden dann die Preise der Produkte so geschickt heruntergesetzt, das man denkt, man würde einen Schnapper machen. Vermehrt werden dabei auch längst gekündigte Webseiten reaktiviert. Dies können bspw. Webseiten längst nicht mehr existenter Apotheken oder Sportvereine, aber auch Restaurants, Architekten, Anwälte usw. sein, die dann plötzlich Luxusmarkentaschen oder andere Artikel zu verkaufen vorgaukeln.
Die Verbraucherzentrale (DE) hat nun einen Fakeshopfinder eingerichtet. Dort kann man den Link (URL) eines Shops eingeben und auf diese Weise sehr schnell herausfinden, ob ein Internet-Shop vertrauenswürdig ist, oder ob nicht.
Fakeshopfinder
Ich habe hier mal spaßeshalber den Link der Firma REWE eingegeben und binnen von Sekundenbruchteilen wurde mir ein positives Ergebnis angezeigt.
Fakeshopfinder
Der Fakeshopfinder gleicht dabei die Domain (Internet-Adresse des Shops) ab und vergleicht nebenbei auch noch die Fakeshoplisten und Listen real existierender Shops miteinander ab. Ausserdem wird geprüft, ob es ein Impressum und den EU-Streitschlichtungshinweis auf den Shop-Seiten gibt, aber auch, wie alt die jeweilige Domain ist und wann die letzte Änderung an ihr erfolgte, ob eine Umsatzsteuer-ID auf der Shopseite angegeben ist und ob diese ID noch gültig ist.

Zur Verfügung steht hier auch noch ein Fakeshop-Glossar, in dem man die technischen Merkmale von Fakeshops nachlesen kann.

© 21.08.2022 Ulli Reinders