Die Gefahr, die von Browser-Toolbars ausgeht

Ganz sicher ist Ihnen schon die eine oder andere Software begegnet, die Sie vor der Installation der eigentlich zu installierenden Software gebeten hat, eine Toolbar für Ihren Browser zu installieren und zugleich ganz sicher auch die Startseite Ihres Browsers zu verändern. Doch Vorsicht, solche Toolbars bergen nicht selten, sondern fast immer, einen finanziellen Hintergrund in sich. Nämlich den, dass der Hersteller der Toolbar, dem Hersteller der Software, die Sie eigentlich installieren wollen, ein paar Dollar für jede Installation der Toolbar zahlt. Ein rein wirtschaftlicher Hntergrund also.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Zahl der reinen Ad- und Malware Toolbars nicht nur auf dem Rückmarsch ist. Tatsächlich sind solche Toolbars inwzischen fast ganz von der Bildfläche verschwunden. Schon deswegen, weil ihnen der Nährboden für ihre Funktionsweise (wie im Falle von Mozilla's Firefox und der Umstellung der Add-ons auf die WebExtensions-Architektur) entzogen wurde.

Doch so ganz sicher kann man noch längst nicht sein, dass eine Toolbar keine Gefahren für Sie und Ihren PC mit sich bringt.
Denn immer wieder fallen Leute durch Zweckentfremdung von Add-Ons oder APPs auf, die dazu dienen, den Benutzer auszuspionieren oder seine Aktivitäten zu loggen und an den Hersteller der APP, des Add-Ons, oder einer Toolbar zu senden.

  • Die Toolbar mit dem rein wirtschaftlichen Nutzen:
    Toolbars, die keine Ad- oder Malware enthalten haben in den meisten Fällen den Sinn, dass sie den Nutzer dazu bringen sollen, eine Suchmaschine des Toolbarherstellers zu besuchen. Eine Suchmaschine, die angeblich die effizienteste sein soll, die man kennt. Doch ist es eher so, dass dort Werbeeinblendungen zum Einen bares Geld für den Betreiber der Suchmaschine bringen und zum Anderen den Benutzer Nerven, Zeit und Downloadtraffic kosten, ansonsten aber keinerlei Nutzen für den Benutzer mit sich bringen.


  • Die Toolbar mit Ad- bzw. Malware
    Solche Toolbars enthalten in den meisten Fällen eine Spyware oder Trojaner, die die Surfgewohnheiten des Benutzers ausspionieren und an den Hersteller der Toolbar weitergeben sollen. Oder der darin aktive Trojaner sorgt dafür, dass der Browser ein Verhalten zeigt, dass der Benutzer eigentlich gar nicht will. Es gibt/gab hier auch Toolbars, die Sie dazu verleiten sollen, Ihre Passwörter für bsw. Social Media Networks wie Facebook, Instagram oder ähnliche einzugeben.
Ich möchte an dieser Stelle von der Installation jeglicher Toolbars oder nicht gesicherter Add-Ons abraten.
Solche Toolbars/Add-Ons haben für den Endverbraucher KEINEN wirklichen Sinn oder Nutzen.
Die Startseite des Browsers kann jeder selbst bestimmen und die favorisierte Suchmaschine ebenfalls. Und wer trotzdem noch auf Suchmaschinen geht, die mit Werbeeinblendungen Geld verdienen, kann diese Werbung mit Werbeblockern (wie bspw. Adblock) oder Scriptblockern entfernen/blockieren.


© 25.12.2012 Ulli Reinders
Aktualisiert 04.12.2021 Ulli Reinders